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Geschichte der Beuthener Oper

Als offizielles Eröffnungsdatum der Schlesischen Oper nennt man den Uraufführungstag der Moniuszko-Oper „Halka“ (14. Juni 1945), die das von dem weltbekannten Künstler Adam Didur geleitete Theaterensemble aufgeführt hat.
In den ersten Monaten seiner Tätigkeit konzentrierte Didur einen talentvollen Schöpferkreis um sich herum. In dieser Zeit wurde die Oper von den Sängern der Lemberger Oper gestärkt. Der Sitz der Schlesischen Oper war fast von Anfang an das Gebäude des damaligen Landestheaters, das nach dem Entwurf von Alexander Boehm in den Jahren 1898-1901 gebaut wurde.
Eins der schönsten in Beuthen, neuklassizistisches Gebäude mit expressionistischen Elementen, fällt durch zahlreiche Putzdekorationen und die das Zeltdach krönende Kuppel auf.
In der Zeit der Tätigkeit des Theaters wurden hier ca. 250 Uraufführungen von Opern und Balletten realisiert. Hier wurden die sämtlichen Werke von Moniuszko, Szymanowski, Różycki, Rudziński, Matlakiewicz, Świder, Twardowski und Baird präsentiert. Außerdem umfasst das Repertoire viele Opern von Mozart, die wichtigsten Werke von Verdi, fast das ganze Werk von Puccini und viele Werke des 20. Jahrhunderts.
Auf der Beuthener Bühne fanden viele polnische als auch Weltpremieren statt.
Die Bühne ist auch durch die im Radio und Fernsehen übertragenen Galakonzerte mit Beteiligung der Opernstars bekannt. Schon von Anfang der Theatertätigkeit an wurden die Ballettwerke aufgeführt – doch in Beuthen fand die erste Ballettpremiere nach 1945 - „Herr Twardowski“ in der Realisierung von Stanisław Miszczyk statt.
Die Schlesische Oper ist weltbekannt und auf der Welt bewundert. Sie gastierte in Deutschland, Italien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Spanien, in der Ukraine und in Tschechen. Als einzige Opernbühne in Polen hat sie zweimal eine Tournee in Amerika gehalten, während der sie die Oper „Halka“ auf den Bühnen von Montreal bis New York präsentiert hat. Die große Besucherzahl und die speziellen Spektakel für die Jugendlichen u.d.t. „Treffen mit der Oper“ unterscheidet dieses Theater von anderen Theatern in Polen. Die Schlesische Oper hat als einzige Oper im Land die Aufgabe, die Spektakel auch in anderen Städten Schlesiens und in benachbarten Woiwodschaften aufzuführen. Das Theaterensemble hat viele Aufnahmeunternehmen geleistet.

Über die Oper

Das Operntheater in Beuthen ist seit 60 Jahren Stolz der schlesischen Gesellschaft. Der Sitz der Schlesischen Oper ist ein ungewöhnlich schönes Gebäude des über 100jährigen Stadttheaters mit 423 Sitzplätzen, das nach dem Entwurf des Berliner Architekten Alexander Böhm im neuklassizistischen Stil in Jahren 1899-1901 gebaut wurde und das seit seiner Eröffnung, d.h. seit dem 1. Oktober 1901 der Theaterkunst dient.
Als Eröffnungstag der Oper nimmt man den 14. Juni 1945 an, an dem die erste Opernaufführung in Nachkriegspolen „Halka“ aufgeführt wurde.
Der Urheber der Schlesischen Oper war ein weltbekannter Künstler Adam Didur. Da er großes Ansehen genossen hat, hat ihm das die Möglichkeit bereitet, in der kürzen Zeit das treu ergebene Theaterensemble um sich herum zu konzentrieren und die neue Oper auf Grundlagen der weltbekannten und erstklassigen Namen in der Opernwelt zu bilden.
Die nächsten Jahre haben der Oper in Beuthen den Namen der ersten Opernbühne in Polen und den Titel „der Talentschmiede“ gebracht. In Beuthen haben u.a. Bogdan Paprocki, Romuald Tesarowicz, Anna Lorenz, Jolanta Wrożyna, Wiesław Ochman (auch als Regisseur) debütiert. Alle Opernsänger sind nach ihrer Entlassung aus Beuthen gerne dorthin als Gastspieler zurückgekehrt, was eine außergewöhnliche Atmosphäre auf der schlesischen Opernbühne bestätigte.

Die Schlesische Oper hat als erste eine direkte Radioübertragung des Spektakels „Halka“ am Weihnachtstag 1945 gebracht. Auch als erstes polnisches Theater wurde die Schlesische Oper mit einer „Goldenen Platte“ und später auch mit einer „Platinplatte“ (am 15.03.2003) für die Aufnahme der Oper von Giuseppe Verdi „Nabucco“ ausgezeichnet.

Seit Anfang seiner Tätigkeit hat das Theaterensemble die Gastspiele aufgenommen (in den Schauspielsaalen und im Freien), um dem Willen des Urhebers entsprechend die Oper zu verbreiten. Die Schlesische Oper stellt ständig die Aufführungen sowohl in der einheimischen Region als auch außer ihrem Sitz dar. Die Spektakelanzahl, die außerhalb des Sitzes dargestellt wurde, ist in den letzten 10 Jahren um über 15 Tausend gestiegen worden.

Die Schlesische Oper ist das erste Theater, das sein Repertoire im Ausland gespielt hat, die Schlesische Oper bereitete auch den Weg für das Auftreten der polnischen Theater auf dem amerikanischen Kontinent. Mehrmals hat sie ihre Spektakel auf den internationalen Bühnen präsentiert. Seit 1994 spielt sie regelmäßig im Ausland. Einen besonders guten Ruf hat die Schlesische Oper in Deutschland, in den Niederlanden und in Portugal. Die Künstler des Theaters haben mehrmals in Berlin im Herbert-von-Karajan-Philharmoniesaal und im Konzerthaus aufgetreten. Sie geben auch oft die Gastspiele in der Münchener Philharmonie. Die letzten deutschen Sommertourneen umfassen jedesmalig ca. 80 Ortschaften in Deutschland, in der Schweiz, in Luxemburg, in den Niederlanden, in Österreich, Schweden und in Dänenmark. Die Oper hat in der Sommerzeit der letzten drei Jahren in zwei Operntruppen ca. 250 Spektakel gespielt, vor allem „Nabucco“ und „Aida“, die fast 400 Tausend Zuschauer gesehen haben.
Das Werk der Beuthener Oper bilden über 250 Premieren von Opern, Operetten und Balletten, darunter sind auch viele Uraufführungen.
Im laufenden Repertoire stehen ca. 30 Aufführungen, wo sich neben den Standardspielen auch die höchstwerten Spektakel befinden, u.a. „Don Giovanni“, „Gioconda“, „Jewgeni Onegin“, „Tannhäuser“, „Aida“, „Der Zarewitsch“, „Die schlecht behütete Tochter“ und „Don Quijote“, dessen Aufführung die Neueröffnung des im Jahre 2000 niedergebrannten Ballettsaals beehrt hat, „Boris Godunow“, „Die lustige Witwe“, „Hysteriemuseum Madame Eurosa“, - die Oper von Peter Schmitke, „Carmen“, Ballettmärchen „Der gestiefelte Kater“ und die neusten Spektakel „Nabucco“, „Orpheus und Eurydike“, „Lucia di Lammermoor“.
In der kommenden Zeit wird sich die Schlesische Oper mit der Premiere von „Carmina Burana“ von Carl Orff, unter Regie von Robert Skolmowski beschäftigen.

2005 wurde im philharmonischen Operngebäude ein neuer Adam-Didur-Konzertsaal mit 176 Sitzplätzen eröffnet. Hier finden Kammerveranstaltungen, kleine Musikformen, Symphoniekonzerte, Jubelfeste und andere Veranstaltungen statt.

Die Schlesische Oper ist stolz auf eine ausgezeichnete Publikation – auf das Album „50 Jahre der Schlesischen Oper 1945-2000“ unter Redaktion von Tadeusz Kijonka. 528 Seiten des Albums wurden effektiv graphisch bearbeitet und enthalten : die Dokumentation, die reich illustrierte Geschichte der Oper, das Kalendarium, die Besprechung der Erfolge des Repertoires und der Solisten, Landkarten und Touren der Aufführungsgängen auf den in- und ausländischen Bühnen, die großen Jubiläen und berühmten Gastbesuche. Gesamt über 1000 Illustrationen, Sepien- und Farbfotos.

Seit 1988 leitet Tadeusz Serafin die Schlesische Oper als artistische und Hauptdirektor, der in seinem Werk zahlreiche Opern, Operetten und Balletten unter eigener musischer Leitung realisiert hat, darunter: „Halka“, „Straszny Dwór“ von Moniuszko, „Rigoletto“, „Ernani“, „Aida“ von Verdi, „Pagliacci“ von Leoncavalla, „Cavalleria rusticana“ von Mascagni, „La Bohème“, „Madame Butterfly“von Puccini, „Die Zauberflöte“, „Don Giovanni“ von Mozart, „Der Liebestrank“ von Donizetti, „Requiem“ von Palestra, „Maximilian Kolbe“ von Probst, „Giselle“ von Adam, „Aschenputtel“ von Prokofiew, „Jewgeni Onegin“ , „Der Nussknacker“ von Tschaikowski, „Der Zarewitsch“ von Lehar, „Boris Godunow“ von Musorgski, „Carmen“ von Bizet.
Er tritt auch als Symphoniker im In- und Ausland auf, realisiert die Archivaufnahmen. Mit den Truppen der Schlesischen Oper gastierte er mehrmals im Ausland. Er leitete und gestaltete die Tournee in den USA, in Kanada, Belgien, Dänemark, in den Niederlanden, in Italien, Luxemburg, Schweden, Österreich, in der Schweiz und in Deutschland. Er steht in fester Mitarbeit mit Orquestra do Norte in Portugalien. Er gestaltet auch Seminare an der Musikakademie in Kattowitz, in der Vokal- und Schauspielfakultät.
Am 15. Januar 2005 wurde er mit dem Preis „Złoty Laur Umiejętności i Kompetencji“ in der Kategorie Institution und Kulturschöpfer geehrt, am 9. Mai 2006 wurde ihm der Beuthener Europäische Preis verliehen.




   
   
wykonanie frodo